Kinder brauchen Beschäftigung
Kinder sind mit der Schule und den dazu gehörigen Hausaufgaben nicht wirklich ausgelastet. Um zu verantwortungsbewussten Menschen heranwachsen zu können, brauchen sie vom frühesten Alter schon Beschäftigungen, die sie fordern, die ihnen aber auch Spaß machen, und die sie gerne in ihren Tagesablauf einbinden. Wie immer wieder festgestellt wird, ist es nicht gut, die Kinder nach der Erledigung ihrer Hausaufgaben quasi zu entlassen, sodass sie machen können, was sie wollen. Dies endet in stundenlangem Fernsehen, was, wie Studien beweisen, weniger gut ist, für die Entwicklung. Sicher darf der Fernseher nicht aus dem leben verbannt werden, sollte jedoch auf einige wenige Stunden in der Woche, bei altersgerechtem Programm reduziert werden. Dies soll jedoch nicht als Strafe wirken; stattdessen müssen die Eltern aktiv werden, und nach Möglichkeit andere Beschäftigungen anbieten.
Gemeinsame Spiele, aber auch die Selbstbeschäftigung mit Spielsachen gehört hier ebenso zum Programm, wie Aktivitäten an der frischen Luft. Dies kann ein Besuch auf dem Spielplatz sein, Radfahren oder andere sportliche Unternehmungen. Bewegung ist sehr wichtig für die Kinder, denn der Sportunterricht in der Schule reicht nicht aus, die Kinder ausreichend fit zu halten. Auch für ein ausreichendes Leseangebot muss man sorgen; natürlich ebenfalls altersgerecht und niemals unter Zwang. Kleine Botengänge, wie der Weg zum Fotoservice oder zum Bäcker, können Kindern ab einem gewissen Alter durchaus zugemutet werden. Hierzu muss man sie einige Male begleiten, ihnen den Umgang mit dem Geld und der Ware, die sie kaufen sollen, nahe bringen, und ihnen das Gefühl geben, etwas durchaus wichtiges erledigt zu haben.
Auch im Haushalt kann man den Kindern etwas Beschäftigung geben, natürlich nicht im übermäßigen Rahmen. Kleine Handreichungen, später auch einmal die Mithilfe beim Kochen leichter Gerichte überfordert sie nicht. Hier ist eher das gemeinsame Miteinander wichtig, als die Tatsache, dass die Kinder arbeiten sollen. Sind Haustiere im Haus, können die Sprösslinge, entsprechend ihres Alters einige Aufgaben übernehmen. Dies reicht vom Kämmen des Fells eines Hundes, bis zum Reichen eines Leckerlis, bis hin zum Gassi gehen, sofern die Verkehrslage um das Haus herum dies zulässt.
Natürlich muss immer genug Zeit bleiben, um zu spielen, zu träumen, herumzutoben und einfach das zu machen, was man als Kind eben gerne tut. Im Laufe der Zeit verändert sich das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern zu einer tiefen Freundschaft. Kinder, die im Rahmen des Möglichen schon früh mit Aufgaben und sinnvoller Beschäftigung, die keinesfalls in ein Pflichtprogramm ausarten darf, betraut werden, können ihr Leben als Erwachsene viel besser meistern, weil es für sie einfach dazu gehört, sich nicht gehen zu lassen.
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